Nokia C5 im Test
Das Nokia C5 verbindet die einfache Bedienung eines Einsteiger-Handys mit der kostenlosen Navi-Funktion Ovi Maps an. Im Tariftipp.de-Test gefällt das günstige Navi-Handy aus Finnland vor allem im Fußgängermodus.
Das Nokia C5 ist ein Mobiltelefon für Nutzer, die sich auf das Wesentliche beschränken möchten. Das simpel, aber nicht hässlich gestaltete Barren-Handy hat keinen Touchscreen, sondern herkömmliche Nummerntasten.
Der günstige Preis des Nokia C5 fordert seine Kompromisse. Die Auflösung der integrierten Kamera ist mit maximal 3,2 Megapixeln alles andere als berauschend. Zugunsten der Tastatur geriet das Display des Nokia C5 mit einer Bilddiagonalen von 2,2 Zoll arg klein.
Im Gegensatz zu den meisten Handys im Barren-Design surft das Nokia C5 aber dafür im schnellen HSDPA-Modus im Internet. WLAN ist zwar nicht an Bord, aber beim Nokia C5 handelt es sich um ein echtes Navi-Handy.
Im Unterschied zum Nokia 2710 Navigation Edition, das von Tariftipp.de ebenfalls getestet wurde, wird das Nokia C5 jedoch nicht mit Kfz-Halterung und Ladekabel fürs Auto ausgeliefert.
Nokia C5: Telefonfunktion und Bedienung
Das Nokia C5 ist ein solide verarbeitetes Handy mit geringem Gewicht. Bei nur 89,3 Gramm fühlt man lieber zweimal nach, ob das C5 tatsächlich noch in der Hosentasche steckt. Mit seinem kompakten Format von 112 x 46 x 12,3 Millimetern passt das Nokia locker in die Westentasche.
Die SMS- und Kontaktlisten-Funktion werden direkt über das Hauptmenü des Nokia C5 aufgerufen. Beide Funktionen lassen sich so einfach wie übersichtlich bedienen. In der Kontaktliste kann man durch Eingabe der Anfangsbuchstaben nach Kontakten suchen.
Die Nummerntasten des Nokia C5 gefallen durch einen präzisen Druckpunkt und die T9-Worterkennung liefert beim Verfassen von SMS wertvolle Dienste. Seltene Wörter à la „Fortuna“ erkennt das Nokia C5 allerdings nicht. Um Zahlen einzugeben, muss erst kompliziert über die Sterntaste in den sogenannten Zahlenmodus gewechselt werden.
Beim Display darf man aufgrund der geringen Außenmaße des Nokia C5 keine Wunderdinge erwarten. Es ist mit einer Diagonale von 2,2 Zoll recht klein bemessen, wartet dafür aber immerhin mit 16,7 Millionen Farben und einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln auf. Die spiegelnde Oberfläche sorgt allerdings dafür, dass das Display des Nokia C5 bei direkter Sonneneinstrahlung nicht immer gut abzulesen ist.
Die Sprachqualität des Nokia C5 ist für ein Handy dieser Preisklasse überdurchschnittlich gut. Der Nutzer ist für sein Gegenüber glasklar zu verstehen. Gleiches gilt für die Qualität der Sprachübertragung in die andere Richtung.
Der GSM-Empfang des Nokia C5ist auch in schlechten Empfangssituationen in Ordnung. Gegenüber höherwertigen Handys des finnischen Herstellers lässt die Signalstärke des Nokia C5 jedoch im E-Plus-Netz deutlich nach, während im O2-Netz kaum Unterschiede auszumachen sind.
Nokia C5: Navigation
Auch wenn die Navi-Software Ovi Maps gratis ist, funktioniert das Navigieren mit dem Nokia C5 im Fußgängermodus überwiegend gut.
Das Nokia C5 kann sowohl Adressen als auch Sonderziele ansteuern, allerdings ist die Eingabe über die Nummerntasten des Nokia-Handys recht mühsam und langwierig. Zur Ortung des Standorts nutzt das Nokia C5 GPS und A-GPS. Das funktioniert vor allem dann gut, wenn man gänzliche „freie Sicht“ zum Himmel besteht. Leider braucht der Empfänger des Nokia C5 auch so bis zu einer Minute, ehe das GPS-Signal geortet hat.
An Bord des Nokia C5 arbeitet die von Nokia selbst entwickelte Software Ovi Maps. Während des Tariftipp.de-Tests in Hamburg verlor das C5 im Fußgängermodus nie das Signal. Die etwas zu kleine Darstellung auf dem 2,2-Zoll-Display störte nicht. Der Nutzer des Nokia C5 hat dabei sowohl in der zwei- wie auch in der dreidimensionalen Kartenansicht einen guten Überblick. Mit Hilfe von Rauten- und Sterntaste kann man zudem schnell in eine Karte hinein oder aus ihr herauszoomen.
Nokia C5: MP3-Player und Internet
Da das Nokia C5 beim Surfen – so vorhanden – den HSDPA-Standard nutzt, ist es nicht allzu langsam im Internet unterwegs.
Zwar hat das Nokia C5 keinen Touchscreen, der Handy-Browser des Einsteiger-Handys beschränkt sich auf die wesentlichen Funktion und ist einfach zu bedienen. Texte stellt das Nokia C5 beim Heranzoomen so dar, dass man beim Lesen nur herunter, aber nicht seitlich scrollen muss.
Allerdings ist das genaue Anpeilen des darzustellenden Ausschnitts einer Website nicht so ganz einfach. Da das Display des Nokia C5 mit 2,2 Zoll relativ klein ausgefallen ist, werden Texte in der Werkseinstellung ziemlich klein dargestellt.
In puncto Musik ist das Nokia C5 besser als der Klassendurchschnitt ausgestattet. Das Nokia C5 hat einen 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse, über die man nicht nur die seriellen, sondern bei Bedarf auch höherwertige Stereo-Headsets anschließen kann. Außerdem sind ein USB-Datenkabel sowie eine microSD-Karte im Lieferumfang des Nokia C5 inbegriffen. Das ist für ein Einsteiger-Handy aller Ehren wert, wenngleich der Speicherplatz der microSD zum großen Teil durch das Ovi-Maps-Kartenmaterial besetzt ist.
Der MP3-Player des Nokia C5 stellt auf Wunsch Playlisten zusammen oder ordnet Titel nach Interpret und Album. Auch genrespezifische Presets wie z.B. für Rock, Pop oder Klassik sind für das Nokia C5 kein Fremdwort. Umso bedauerlicher ist, dass die serienmäßigen Headset jegliche Klangtiefe vermissen lassen.
Nokia C5: Fotografieren
Die Kamera des Nokia C5 hat eine dürftige maximale Auflösung von 3,2 Megapixeln zu bieten. Nichtsdestotrotz kann man Dinge wie Bildauflösung, Selbstauslöser, Fotoserie oder Effekte einstellen und die Aufnahmen des Nokia C5 mit ein paar Effekten bearbeiten. Ein Autofokus und ein Fotolicht sind beim Nokia C5 ebenfalls an Bord.
Bei Tagaufnahmen reichen die Foto-Qualitäten des Nokia C5 völlig aus, wenngleich das Handy zu Überbelichtungen neigt:
Bei Innenaufnahmen macht das Nokia C5 eine akzeptable Figur. Auf dunklen Flächen macht sich allerdings ein leichtes Rauschen bemerkbar:
In der Dunkelkammer erleuchtet das Fotolicht des Nokia C5 die Szenerie, aber auch hier ist wieder ein leichtes Bildrauschen festzustellen:
Nokia C5: Fazit
Das Nokia C5 ist zwar teurer als die meisten Einsteiger-Handys, kann aber durch gute Verarbeitung, verständliche Menüführung und eine verhältnismäßig umfangreiche Ausstattung punkten.
So surft das Nokia C5 nicht nur via UMTS oder EDGE, sondern im schnellen HSDPA-Standard im Internet. 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse, microSD-Karte mit zwei Gigabyte Kapazität, USB-Ladekabel und – last but not least – die vorinstallierte Navi-Software Ovi Maps sorgen dafür, dass das Nokia C5 mehr kann als die meisten Einsteiger-Handys. Darüber hinaus kann man das Nokia C5 über die Ovi-Plattform um eine Reihe von Anwendungen erweitern.
Die Navi-Funktion des Nokia C5 macht im Fußgängermodus einen ordentlichen Eindruck, der lediglich von der verhältnismäßig langsamen Ortung des Nutzers getrübt wird. Leider müssen für die Nutzung im Auto Kfz-Halterung und –Ladekabel nachgekauft werden. Wer auf beides Wert legt, sollte lieber zum Nokia 2710 Navigation Edition greifen.
Obwohl das Nokia C5 im stromfressenden HSDPA-Modus surft, macht die Batterie des Einsteiger-Handys einen durchgehend guten Eindruck. Erst nach eine Sprechzeit von dreieinhalb Stunden ist Schluss. Die Stand-by-Zeit des Nokia C5 fällt mit 450 Stunden ebenfalls mehr als akzeptabel aus.
Gravierende Schwächen hat das Nokia C5 eigentlich nicht. So funktioniert die T9-Worterkennung nicht immer gut oder der Wechsel vom Buchstaben- zum Zahlenmodus dauert bei der Eingabe zu langsam.
Lediglich in puncto Kopfhörer könnte man bei Nokia wirklich nachbessern. Die serienmäßigen Stereo-Headsets des Nokia C5 lassen es nämlich merklich an Klangtiefe mangeln. Aber, wie erwähnt, so gravierend ist dies auch nicht, da man bessere Headsets an die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse des Nokia C5 anpassen kann.