Garmin-Asus nüvifone M10: Navi-Handy im Test

Das Garmin-Asus nüvifone M10 kombiniert die Funktionen eines Navigationsgerätes mit denen eines Smartphones. Basierend auf dem Windows-Mobile-Betriebssystem 6.5.3 Professional hat das Smartphone Zugriff auf E-Mails, Kontakt- und Kalenderdaten, Instant-Messaging-Anwendungen sowie mobile Navigation.
In puncto Navigation bietet das Garmin-Asus nüvifone M10 Features, wie man sie sonst nur von konventionellen Navis kennt. So verfügt das Windows-Handy über einen Fahrspurassistenten mit Kreuzungsansicht, vorinstalliertes Kartenmaterial und Fußgängernavigation.
Das Display des Garmin-Asus nüvifone M10 ist mit einer Diagonalen von 3,5 Zoll so groß wie das des Apple iPhone 4. Zum Eingeben von Zielen und zum Verfassen von SMS und E-Mails verfügt das Handyüber eine virtuelle QWERTZ-Tastatur. Dateien können auf dem vier Gigabyte großen internen Speicher des Garmin-Asus nüvifone M10 abgelegt werden.
Trotz seiner Fähigkeiten als Navi muss das Garmin-Asus nüvifone M10 zunächst einmal als Handy bestehen.
Dies gelingt dem Garmin-Asus nüvifone M10 nur teilweise gut, z.B. in puncto Sprachqualität und Netzempfang. Sowohl im O2- als auch im empfangsschwächeren E-Plus-Netz bleibt das Garmin-Asus nüvifone M10 tapfer „auf Sendung“.
Weniger gut ist die Bedienung des Garmin-Asus nüvifone M10. Dieser Umstand ist zuallererst dem veralteten Betriebsystem Windows Mobile von Microsoft geschuldet, das für die Steuerung des Garmin-Asus nüvifone M10 per mitgelieferten Stick ausgelegt ist.
Es erfordert z.B. viel Fingespitzengefühl, einen Kontakt aus der Kontaktliste des Garmin-Asus nüvifone M10 herauszusuchen. Der Start der Anruf-Funktion geht in Ordnung, aber das Verfassen einer SMS ist nur mit dem Stick möglich. Positiv: Die Worterkennung des Garmin-Asus nüvifone M10 funktioniert meist zuverlässig.
Unverständlich bliebt auch, warum – wie sonst bei Handys üblich – kein separater Foto-Auslöser vorhanden ist. Die Kamera muss beim Garmin-Asus nüvifone M10 hingegen ebenso wie die Navi-Funktion über das Hauptmenü des Garmin-Asus nüvifone M10 gestartet werden.
Ist die Navi-Funktion des Garmin-Asus nüvifone M10 erst einmal gestartet, macht dem Navi-Handy so leicht keiner was vor.
Das Garmin-Asus nüvifone M10 hat im Freien keinerlei Probleme, den nächsten GPS-Satelliten zu orten und das Navi-Menü zu präsentieren. In geschlossenen Räumen klappt die Ortung hingegen meist nicht so gut.
Bei der Navi-Software werden sich eingefleischte Garmin-Kunden schnell zurechtfinden. Mit dem Garmin-Asus nüvifone M10 kann man Adressen und Sonderziele, die sogenannten „points of interest“ suchen. Auch die Eingabe von Routen und Koordinaten ist mit dem Garmin-Asus nüvifone M10 möglich.
Zwei internetbasierte Features des Garmin-Asus nüvifone M10 machen das Leben leichter: Die lokale Suche von Google findet Ziele, die in der Liste der Sonderziele des Garmin-Asus nüvifone M10 vielleicht nicht enthalten sind. Man kann mit dem Garmin-Asus nüvifone M10 nicht nur das so gefundene Restaurant ansteuern, sondern auch die Adressen von Freunde und Bekannten, sofern man diese in der Kontaktliste des Garmin-Asus nüvifone M10 hinterlegt hat.
Dank Kfz-Halterung und einem Ladekabel, das zum Aufladen im Auto taugt, ist das Garmin-Asus nüvifone M10 eine vollwertige Alternative zum herkömmlichen mobilen Navigationssystem. Routen werden in 2D oder 3D sowie im Tag- oder Nachtmodus angezeigt. Der Nutzer des Garmin-Asus nüvifone M10 kann sich Tempolimits, verbleibende Kilometer oder Ankunftszeit darstellen lassen. Darüber hinaus wird die Navi-Stimme des Garmin-Asus nüvifone M10 beim Andocken des Navi-Handys and die Kfz-Halterung deutlich lauter.
Einziges echtes Manko des Garmin-Asus nüvifone M10: Die viel zu kleinen Tasten der virtuellen QWERTZ-Tastatur sind mit dem Finger kaum zu treffen. Da hilft es nur, das Garmin-Asus nüvifone M10 in die Hand zu nehmen und das Ziel mit dem Stick einzugeben.
Anders als bei andere Smartphones dieser Preiskategorie kann die Fünf-Megapixel-Kamera des Garmin-Asus nüvifone M10 nicht über einen eigenen Auslöser gestartet werden. Darüber hinaus verfügt das verfügt über keinen Autofokus und LED-Fotolicht.
Dennoch gelingen Tagaufnahmen mit dem Garmin-Asus nüvifone M10 ohne große Probleme:
Innenaufnahmen des Garmin-Asus nüvifone M10 sind dagegn schon leicht unscharf:
Auf verlorenem Posten steht das Garmin-Asus nüvifone M10 allerdings in der Dunkelheit. Hier macht sich die Abwesenheit eines Blitzlichts schmerzlich bemerkbar:
Wie bei Smartphones dieser Klasse üblich hat das Garmin-Asus nüvifone M10 eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Somit kann man auch höherwertige Headsets mit entsprechenden Stecker an das Garmin-Asus nüvifone M10 andocken.
Die serienmäßigen Kopfhörer des Garmin-Asus nüvifone M10 machen indes einen ordentlichen, aber keinen berauschenden Eindruck. Eine spezielle Technologie à la Dolby Mobile, die Surround-Sound vortäuscht, besitzt das Garmin-Asus nüvifone M10 nicht. So gehen z.B. die feinen Zwischentöne klassischer Musik bei den Serien-Headsets des Garmin-Asus nüvifone M10 glatt unter.
Der Akku des Garmin-Asus nüvifone M10 hat eine maximale Kapazität von 1.500 Milliamperestunden (mAh) – das sind immerhin 100 mAh mehr als beim Akku des Apple iPhone 4. Dennoch hält das Garmin-Asus nüvifone M10 bei weitem nicht so lange durch wie das iPhone.
So sind beim Garmin-Asus nüvifone M10 maximal drei Stunden Sprechzeit drin. Surft man mit dem Garmin-Asus nüvifone M10 im Internet, ist schon nach zweieinhalb Stunden der Saft aus. Bei vollem Akku kann das Garmin-Asus nüvifone M10 maximal 90 Minuten am Stück navigieren.
Wer nicht nur ein Handy, sondern ein vollwertiges Navi braucht, sollte ein Auge auf das Garmin-Asus nüvifone M10 werfen.
Die Navi-Funktion des Garmin-Asus nüvifone M10 startet schnell, funktioniert zuverlässig und ist einfach zu bedienen. Eine Kfz-Halterung sowie ein Ladekabel fürs Auto gehören zum serienmäßigen Lieferumfang des Garmin-Asus nüvifone M10.
Einziges Manko: Die virtuelle QWERTZ-Tastatur des Garmin-Asus nüvifone M10 lässt sich wegen der kleinen Tasten nur mit dem mitgelieferten Stick ordentlich bedienen. Das macht sich auch beim Eingeben von Web-Adressen im Browser und beim Verfassen von SMS schmerzlich bemerkbar.
Positiv ist, dass das Garmin-Asus nüvifone M10 eine gute Sprachqualität und einen akzeptablen Netzempfang bietet. Mit HSDPA und WLAN kann man schnell im Internet surfen. Der MP3-Player des Garmin-Asus nüvifone M10 ist nicht das Gelbe vom Ei, aber das Navi-Handy verfügt über eine 3,5-mm-Klinkenbuchse.
Einen akzeptablen, aber nicht berauschenden Eindruck hinterlässt die Kamera des Garmin-Asus nüvifone M10. Enttäuschend sind die Akkulaufzeiten des Navi-Handys. Allerdings kann das M10 dafür mit seinem Preis punkten: Das Garmin-Asus nüvifone M10 ist im Internet schon zu Preisen ab 170 Euro zu haben.