Spam - das können Sie dagegen tun
Spam - unerwünschte Werbemails - sind wirklich lästig: Ist eine Adresse erstmal "verbrannt", darf man die wichtigen Nachrichten mühsam aus einer Flut von mehr oder minder anzüglichen Nachrichten heraussuchen. Mit ein paar Tipps kann man die Zahl der Spam-Mails jedoch reduzieren.
Um es vorwegzunehmen: Den absoluten Schutz gegen Spam gibt es nicht. Aber man kann im Verhalten oder in der Technik Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, die die Spam-Gefahr zumindest verringern. Um von Spam belästigt zu werden, braucht der Spammer Ihre Mailadresse. Die erste Regel lautet deshalb: Geben Sie Ihre richtige Mailadresse nur an, wenn es unabdinglich erscheint.
Aber wann ist das? Immer dann, wenn Sie beispielsweise mit Behörden oder vertrauenswürdigen Absendern kommunizieren. Das mögen staatliche Stellen sein, aber auch große Unternehmen. Wie schnell man sich da jedoch täuschen kann, zeigt der Datenschutz-Skandal der Telekom. Millionen Kundendaten sind in dunklen Kanälen verschwunden.
Ist Ihre Mailadresse erstmal bekannt, ist es zu spät. Sie werden eingedeckt mit Spam. Viele Menschen haben deshalb eine Hauptadresse, die sie nur an vertrauenswürdige Menschen in der näheren Umgebung weitergeben. Für alles weitere - Mailadressen sind bei gmx.de oder web.de schließlich umsonst - kann man sich beliebig viele Adressen zulegen, die man nur selten oder sogar nur einmal benutzt. Es gibt sogar Mailadressen, die sich nach einer vorher festgelegten Zeit oder Anzahl der Benutzung selbst löschen. Vorteil dabei: Der Haupt-Mailaccount bleibt erhalten und ist nach wie vor erreichbar.
Wegwerf-Mailadressen sind immer dann Pflicht, wenn Sie Ihr Gegenüber nicht kennen: ebay-Verkäufer, Mailverteiler, Newsletter und natürlich alles, was irgendwie öffentlich ist. Veröffentlichte Mailadressen werden automatisch millionenfach von Schadprogrammen eingesammelt und dann verkauft. Taucht Ihre Mailadresse beispielsweise in einem öffentlichen Forum auf, haben Sie verloren.
Verschicken Sie eine oder mehrere Mails an viele Adressaten, sollten diese nicht öffentlich sichtbar sein. Das gilt nicht nur als unhöflich, sondern leistet auch der Mailflut Vorschub. Abhilfe: Kopieren Sie bei einer Mail an viele Adressaten die Mailadressen in das "BCC"-Feld (Blind Carbon Copy, etwa "geheime Durchschrift") des Mailformulars. Dann sind die Mailadressen nicht für jeden anderen Mailadressaten sichtbar.
Also: Wenn Sie Ihre wahre Adresse nicht preisgeben und für alles andere Wegwerf-Mailadressen verwenden, haben Sie schon ein Stück geschafft. Was Sie technisch tun können, erfahren Sie im zweiten Teil.