Test: Router der DSL-Anbieter im Vergleich
DSL-Anbieter sind stets auf der "Jagd" nach Neukunden. Neben dem günstigsten Preis für das eigene DSL-Produkt, wird zunehmend auch die angebotene Hardware a
Tariftipp hat sich die aktuellen Router der DSL-Anbieter genauer angeschaut und die Stärken sowie Schwächen der einzelnen Geräte zusammengefasst. Untersucht wurden die technischen Spezifikationen der Endgeräte von 1&1, Telekom, Congstar, O2 und Vodafone inklusive des jüngst übernommenen Anbieters Kabel Deutschland. Alle angebotenen Geräte sind Router mit integriertem Modem und somit sofort einsatzbereit. Endgeräte ohne WLAN wurden in unserem Vergleich nicht berücksichtigt. Die aufgeführten WLAN-Router sind alle an einen DSL-Vertrag mit dem jeweiligen DSL-Anbieter gebunden.
Die aktuellen Router der DSL-Anbieter
Fritz!Box 7490: Gegen einen Aufpreis von monatlich 6,99 Euro bietet 1&1 die Fritz!Box 7490 an. Vermarktet wird der Toprouter bei 1&1 unter dem Namen „Homeserver+“. Der allgemeine Verkaufspreis liegt bei rund 249 Euro. Technisch ist der Router mit integriertem VDSL-Modem das beste Angebot im Vergleich unter den DSL-Anbietern.
Neuste ac-WLAN-Standards ermöglichen Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1.300 MBit/s und sind somit vier Mal schneller als bisherige Modelle. Als Simultan-Dualband-Router ist das Gerät parallel im 2,4 GHz und dem breiteren 5 GHz Frequenzband in Betrieb. Darüber hinaus zeichnet sich der Homeserver+ als einziger Router mit den schnelleren USB 3.0 Anschlüssen aus. Zusätzliche vier Gigabit-LAN-Ports stehen für das lokale Netzwerk zur Verfügung. Abgerundet wird das Angebot mit einer Telefonanlage für analoge und ISDN-Telefone (S0-Buchse) sowie eine DECT-Funktelefon-Basisstation. Erhältlich ist die Fritz!Box 7490 in Kombination mit allen drei Doppel-Flatrates von 1&1.
Fritz!Box 7362SL: Unter dem Namen “Homeserver” kann bei 1&1 die Fritz!Box 7362SL für 4,99 Euro pro Monat hinzugebucht werden. Im Gesamtvergleich nimmt das Modell den 3.Platz ein. Abgesehen von den zwei ac-Routern gegen Aufpreis, funkt die kostenlose Fritz!Box 7362SL mit 450 MBit/s im Vergleich zur Konkurrenz noch am schnellsten. Fast alle Geräte vernetzen über den Funk-Standard WLAN n mit maximal 300 MBit/s, die Leistung der Fritz!Box jedoch wurde auf 450 Mbit/s erhöht. Zwei Gigabit- und zwei Ethernet-LAN-Ports sollten für den Privatanwender völlig ausreichen. Speicher und Drucker können über zwei USB 2.0 Anschlüsse verbunden werden. Unter den Gratismodellen führt der Homeserver von 1&1 den Vergleichstest deutlich an. Im Anbietervergleich gibt es bisher keine dualbandfähigen Router ohne Aufpreis, dennoch kann sich die Fritz!Box 7362SL sogar gegen kostenpflichtige Modelle der Konkurrenz behaupten.
FritzBox 7412: Dieses Einsteigermodell (ohne WLAN-Option) ist bei allen DSL-Tarifen von 1&1 ohne Aufpreis inklusive. Im Ranking platziert sich dieser Router eher im letzten Drittel des Vergleichstests. Das Gerät ist etwas für Puristen die auf einen USB-Anschluss, mehrere LAN-Ports (1x Ethernet) und einen 5 GHz-Betrieb verzichten können. Dennoch ist es mit dem integrierten ADSL2+ Modem theoretisch schnell genug um auch Netzanbindungen bis zu 25 Mbit/s zu bewältigen.
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Speedport W 724V: Der Zweitplatzierte in unserem Vergleich ist der Speedport W 724V. Neben der Fritz!Box 7490 wird auch hier ein ac-Router mit WLAN-Geschwindigkeiten von bis zu 1.300 MBit/s geboten. Auf der Rückseite stehen vier Gigabit-LAN- und zwei USB 2.0 –Ports zum Anschluss zur Verfügung. Eine S0-Buchse für ISDN-Telefone, wie bei der Fritz!Box 7490, ist bei diesem Modell nicht vorhanden. Preislich bietet die Deutsche Telekom bei ihren Routern leider kein wirkliches Schnäppchen. Der Router kann für 4,94 Euro pro Monat gemietet oder für einmalig 149 Euro gekauft werden; ein Preisvorteil ist hier aber nicht zu erwarten. Vorteil der Mietvariante ist jedoch der kostenlose Tausch von defekten Geräten und die Möglichkeit jederzeit zu neueren Modellen der Telekom-Reihe zu wechseln.
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Fritz!Box 6490: Die Fritz!Box 6490 ist im freien Handel nicht erhältlich und laut Provider ein speziell für den Kabeleinsatz optimiertes Produkt. Entsprechend befindet sich auf der Rückseite auch ein Anschluss für das Antennenkabel und die Fritz!Box kommt direkt ans Kabelnetz. Der Dualband-Router mit WLAN n-Standard (1300 Mbit/s) bietet alles das, was dem Hitron CVE-30360 fehlt. Neben dem leider nur wahlweisen Betrieb im 2,4 GHz oder 5 GHz Frequenzband, ist eine integrierte Telefonanlage (ISDN) und Anschlussmöglichkeiten für bis zu sechs Schnurlostelefone vorhanden. Die Ausstattung mit nur einem USB-Port (2.0) ist zwar etwas mager aber ermöglicht zumindest den Zugriff auf Drucker und Speichermedien im gemeinsamen Netzwerk. Weniger attraktiv ist der Mietpreis von 5 € pro Monat bei fehlender Möglichkeit des Sofortkaufs. Achtung ist beim Kauf einer alternativen Fritz!Box ohne Antennenkabel-Anschluss geboten. Bei diese Modellen muss dann das Modem von Vodafone (Kabel Deutschland) vorgeschalten werden.
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Fritz!Box 7330: Im Rahmen der 16er DSL-Flatrates komplett 1 und komplett 2 gibt es die Fritz!Box 7330 gratis dazu. Das integrierte ADSL2(+)-Modem ist für 16 Mbit/s völlig ausreichend; theoretisch sind mit dem Gerät auch Downloadraten bis zu 25 Mbit/s möglich. Auf der Rückseite befinden sich zwei USB 2.0-Anschlüssen, ein Gigabit- und Ethernet-LAN-Port für das lokale Netzwerk sowie eine Buchse für DECT-Telefone. Wer nicht unbedingt einen Dualband-Router benötigt und auf WLAN im 5 GHz-Bereich verzichten kann, erhält kostenlos ein grundsolides Produkt. Das kein VDSL-Modem verbaut ist, ist schade aber in Bezug auf den DSL-Vertrag mit 16 Mbit/s nicht verwunderlich. Schnellere Modems bietet Congstar erst bei seinen VDSL-Tarifen an.
Fritz!Box 7360 und 7390: Zu den VDSL-Tarifen von Congstar ist eine Fritz!Box 7360 für 19,99 Euro oder einer Fritz!Box 7390 für 99 Euro erhältlich. Ob das teurere Modell unbedingt notwendig ist bleibt abzuwiegen. Beide Modems sind für VDSL-Anschlüsse geeignet und funken mit WLAN n Standard. Hauptargument für die 7390er Version mit einem Aufpreis von 80 Euro wird auf den ersten Blick die Dualband-Technik sein. Damit wird das WLAN parallel im 2,4 GHz und dem breiteren 5 GHz Bereich gesendet. Wer jedoch plant mit der Funkleistung durch mehrere Wände zu kommen, der wird mit der 2,4 GHz-Technik bessere Erfolge erzielen. So ist bei 5 GHz-WLAN damit zu rechnen, dass der Datenstrom durch zwischenliegende Wände und Decken stärker gebremst wird, als das bei 2,4 GHz der Fall wäre. Unter diesen Umständen reicht auch die Fritz!Box 7360 (nicht dualbandfähig) aus. Wer aber einen ISDN-Port benötigt muss zur Fritz!Box 7390 greifen und wird dafür mit zwei zusätzlichen Gigabit-LAN-Ports belohnt.
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