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Telekom: IP-Standard für alle Festnetzkunden


Telekom IPBis 2018 will die Deutsche Telekom ihr gesamtes Festnetz auf den neuen IP-Standard umrüsten. Nach Angaben des Konzerns bringt das Vorteile für die Kunden, aber auch für die Telekom selbst.
Wie Sven Grümer, Projekt-Koordinator für die IP-Migration bei der Telekom, bei einer Präsentation in Hamburg erklärte, machte das geänderte Kundenverhalten die Umstellung auf IP notwendig.

Immer mehr Streaming-Konsum, immer mehr Teilen von Inhalten mit Freunden und Bekannten und Smart-Home-Anwendungen erforderten höhere Bandbreiten, die nur auf Basis von IP und der damit einhergehenden Vectoring-Technologie realisiert werden könnten. Laut Telekom dürfte sich das Datenvolumen bis zum Jahr 2018 verdreifachen.

Telekom: IP bis 2018 für alle Festnetzanschlüsse


Telekom IPDer IP-Standard hat nach Worten der Telekom auch andere Vorteile für den Kunden. Die Industrie entwickle nur noch Lösungen auf Basis von IP. Zudem kann man durch IP eine bessere Sprachqualität im Festnetz erreichen. So will die Telekom flächendeckend HD Voice einführen.

Die Umstellung auf IP ist laut Telekom schon in vollem Gange. Derzeit würden circa 60.000 Festnetzanschlüsse pro Woche umgestellt. Viele Kunden wechselten von sich aus wegen der neuen „Magenta Eins“- und „Zuhause Hybrid“-Tarife zu einem IP-Anschluss der Telekom. Für ISDN-Kunden bietet die Telekom einen entsprechenden Adapter für einmalig 69 Euro an.

Telekom: IP ermöglicht integrierte Netzstrategie


Telekom IPMit Hilfe von IP kann die Telekom die Kommunikationsprozesse verschlanken. Wo derzeit noch viele verschiedene Knotenpunkte für die Erfassung von Kundendaten bis hin zum fertigen Internet-Anschluss nötig sind, läuft künftig alles über das Broadband Network Gateway (BNG). Obwohl der IP-Standard dem bekannten VoIP technische ähnelt, bleibt der Sprachverkehr im Telekom-Netz und ist somit gegen Angriffe von außen besser geschützt.

Doch nicht für die Kunden, auch für die Telekom bietet IP Vorteile. So ist der neue Standard die Basis für die integrierte Netzstrategie des Konzerns, wie Thomas Heilen, Leiter Service Lifecycle Management bei der Telekom, erklärte.

Teil dieser Strategie ist der Ausbau von LTE. Von derzeit 85 Prozent wolle man im Jahr 2018 auf 95 Prozent kommen. Die maximalen Download-Raten im LTE-Netz der Telekom sollen bis dahin von derzeit 150 auf 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s) wachsen.

Auch die Glasfasernetze spielen eine wichtige Rolle für die Strategie der Telekom. Von derzeit 44 Prozent soll die bundesweite Versorgung im Jahr 2018 auf 80 Prozent hochgeschraubt werden. Die derzeitige maximale Download-Geschwindigkeit von 200 MBit/s dürfte dann ebenfalls höher liegen.

Noch wichtiger für die Telekom ist Vectoring. Mit dieser Technologie, die im wesentlichen auf bestehenden Kuperkabeln fußt, sind derzeit rund 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload möglich. 2018 sollen Telekom-Kunden mit bis zu 250 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload surfen können.

Telekom: Hybrid-Anschluss kombiniert Festnetz und LTE


Telekom IPBei der Erschließung des bislang vernachlässigten ländlichen Raums setzt die Telekom vor allem auf die Hybrid-Technologie, bei der DSL/VDSL und der mobile LTE-Standard kombiniert werden. Die entsprechenden „Magenta Zuhause Hybrid“-Tarife, die zur CeBIT eingeführt wurden, erfreuten sich großer Beliebtheit, so Vanessa Böhm, Commercial Manager Magenta Zuhause Hybrid.

Die Telekom-Kunden störten sich nicht an den vergleichsweise hohen Kosten für den Hybrid-fähigen Router. Der Speedport Hybrid kostet mit 9,95 Euro pro Monat zwar rund fünf Euro mehr als ein normaler Router, doch die höheren Bandbreiten und weiteren Service-Merkmale seien überzeugende Verkaufsargumente.

Zwar wurde in Hamburg nicht kommuniziert, wie viele Hybrid-Anschlüsse die Telekom schon verzeichnen kann. Laut Vanessa Böhm ist aber vor allem der Einsteiger-Tarif „Magenta Zuhause Hybrid S“ ab 29,95 Euro beliebt, weil sich hier niedrige Bandbreiten von bis zu 16 MBit/s mit bis zu 100 MBit/s schnellem LTE kombinieren ließen.

Die neuen Hybrid-Tarife sind laut Telekom auch für jene Kunden buchbar, die bis dato einen Anschluss vom Typ „Call & Surf via Funk“ nutzen. Selbst ein preislicher Downgrade sei möglich und kostenlos. Die neuen Hybrid-Tarife beinhalten im Gegensatz zu den Mobilfunk-LTE-Tarifen der Telekom auch keine Drosselung ab einem bestimmten Datenvolumen.

Telekom: IP erfordert in Ausnahmefällen Kündigungen


Telekom IPIn den Medien machten zuletzt Berichte die Runde, wonach die Telekom vermehrt Kunden mit ISDN-Anschluss wegen der Umstellung auf IP kündigte. Nach Aussagen von Jörg Rechermann, Leiter des Geschäftskunden-Services bei der Telekom, ist die Telekom jedoch verpflichtet, Kunden eine formale Kündigung auszusprechen, weil man über IP nicht alle Leistungsmerkmale von ISDN realisieren könne. In nur wenigen Ausnahmen könne man den Kunden keinen passenden neuen Tarif auf IP-Basis anbieten.

Die Kündigungen betreffen ISDN-Anschlüsse, die in 53 deutschen Ortsnetzen liegen, wo eine ISDN-Infrastruktur der ersten Generation verbaut sei. Vier Monate vor Vertragsende erhalten die betroffenen Kunden ein Anschreiben, in dem auf die IP-Umstellung hingewiesen wird. Sechs Wochen vor Vertragsende werden sie dann zusätzlich angerufen, um einen passenden neuen Telekom-Tarif auf IP-Basis zu finden.

Nach Angaben der Telekom wurden bereits über sechs Millionen Anschlüsse auf IP umgestellt. Vier Millionen weitere Kunden, die bis dato einen analogen reinen Telefonanschluss nutzten, werden durch eine technische Änderung im Hintergrund auf IP umgestellt. Da „Magenta Eins“ ab dem 18. Mai 2015 auch für Geschäftskunden verfügbar ist, rechnet die Telekom mit vielen weiteren neuen IP-Anschlüssen in den nächsten Monaten.

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