Wie funktioniert eigentlich Whatsapp?
2014 wurde Whatsapp von Facebook Inc. für 19 Milliarden US-Dollar gekauft. In den folgenden Jahren verließen beide ursprünglichen Gründer die Plattform, da Facebook die Datenschutzrichtlinien änderte und die Daten in den Augen von Koum und Acton nicht mehr ausreichend geschützt werden. Und das obwohl WhatsApp 2014 die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung offiziell vorstellte, welche die Nachrichten und Telefonate der User nur für diese sichtbar macht und sogar für WhatsApp selber verschlüsselt.
Whatsapp Funktionen
Neben normalen Textnachrichten ist es seit 2014 möglich über WhatsApp sogenannte Sprachnachrichten zu verschicken. Der Empfänger bekommt also eine eingesprochene Audiodatei geschickt, die als normale Nachricht im Chat auftaucht. Außerdem können externe Bild-, Audio-, Video- und Kontaktdateien geteilt werden. Und auch der Standort kann mithilfe von GPS an einen anderen Kontakt gesendet werden.
Seit 2015 ist das Telefonieren über Internet mit WhatsApp möglich. Diese Funktion wurde 2016 zu Videoanrufen ausgebaut. Diese Anrufe sind nicht nur in Einzelchats zwischen nur zwei Personen, sondern auch in Gruppenchats möglich.
Gruppenchats erlauben es, Nachrichten mit bis zu 265 Personen gleichzeitig zu teilen. Gruppen können außerdem individuell stumm geschaltet werden und jeder kann sie jederzeit verlassen. Dem Gruppen-Admin obliegt die Möglichkeit, einzelne Nutzer aus Gruppen zu entfernen.
2018 stellte die App WhatsApp Business vor. Diese Funktion wurde speziell für Unternehmen entwickelt, welche diesen die Kundenorganisation erleichtern soll.
Emojis, GIFs und Sticker
Mit der Übernahme von Facebook hat WhatsApp eigene Emojis und Smileys eigens für die App entwickelt. Diese sind an die Emojis von iOS angepasst, um den Nutzern den Übergang zu erleichtern.
GIFs sind kurze Videos, welche über den Chat verschickt werden können und als Nachrichtenersatz dienen. Als Ergänzung zu diesen wurden außerdem die Sticker freigeschaltet. Dabei handelt es sich um Bilder, mit welchen es möglich ist, eine Konversation anzureichern.
Das Whatsapp-Profil
Dies hilft auch dabei, einen neuen Kontakt einzurichten. Die jeweilige Handynummer muss lediglich in den Kontakten auf dem Smartphone gespeichert werden und schon kann man die Person automatisch auch über WhatsApp erreichen. Falls man die Telefonnummer nicht eintippen möchte, kann man auch einfach den individuellen QR-Code, welcher in der App angezeigt wird, scannen.
In den Einstellungen kann man dann festlegen, welcher Name neben der Telefonnummer auftauchen soll, wenn der Konversationspartner die Nummer nicht gespeichert hat. Außerdem kann man eine kurze Info hinterlassen, welche allen Kontakten angezeigt wird, wenn man dies in den Einstellungen
erlaubt. Jeder Nutzer kann sich ein eigenes Profilbild auswählen, welches beliebig oft geändert werden kann.
Des Weiteren kann man festlegen, ob die Kontakte sehen dürfen, wann man zuletzt online war und ob man Nachrichten bereits gelesen hat. Standardmäßig erscheinen zwei blaue Haken neben jeder gelesenen Nachricht.
Sicherheit und Kritik an Whatsapp
WhatsApp stand in den letzten Jahren immer wieder unter starker Kritik. Unter anderem wird der Plattform vorgeworfen, alle Daten und Nachrichten der Nutzer auf amerikanischen Servern zu speichern und an die Regierung weiterzuleiten.
Außerdem erlitt die App bereits mehrere Hackerangriffe und die neuen Sicherheitsupdates werden von den Experten als ungenügend angesehen. Dennoch wird der Nachrichtendienst wegen seines einfachen Aufbaus vor allem in Deutschland flächendeckend genutzt.