Riester-Rente: Private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung
Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge, die die gesetzliche Rente kompensiert. Insbesondere Familien und Arbeitnehmer mit niedrigen Einkommen profitieren überdurchschnittlich von den staatlichen Zulagen.
Seit dem 1. Januar 2002 besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge durch die Riester-Rente. War die Nachfrage zunächst gering, entwickelte sich die staatlich geförderte Zusatzrente zum Massenprodukt. Rund 13 Millionen Bundesbürger „riestern“ bereits fleißig (Stand: Oktober 2009).
Mit der Riester-Rente hat sich der frühere Bundesarbeitsminister Walter Riester ein Denkmal geschaffen. Sie ist mit Abstand das beliebteste Modell der privaten Altersvorsorge. Rund 13 Millionen Deutsche „riestern“ schon.
Die Riester-Rente profitiert von staatlicher Förderung aus allgemeinen Steuermitteln und ermöglicht Steuervorteile. Sie ist zur Absicherung derjenigen gedacht, die in Zukunft mit sinkenden staatlichen Renten müssen. Einen Riester-Rentenvertrag abschließen können deshalb alle Arbeitnehmer, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Zum Kreis der Berechtigten gehören zudem Wehr- und Zivildienstleistende, Mini-Jobber wie z.B. Studenten, Beamte, Arbeitslose und Pflegebedürftige.
Riester-Berechtigte, die aufgrund niedriger Einkommen glauben, dass eine Riester-Rente für sie zu teuer sei, sollten wissen, dass die Riester-Rente Hartz-IV-sicher ist. Riester-Produkte gelten nämlich bei Bezug von Arbeitslosengeld II nicht als Vermögen und müssen nicht aufgelöst werden. Darüber hinaus sind sie vererbbar.